Rezension: Der Pfau von Isabel Bogdan

Der Pfau

Mir ist aufgefallen, dass es hier auf dem Blog schon ewig keine Buchrezension mehr gab. Da ich nach wie vor gerne lese, möchte ich das von nun an wieder ändern. Wie passend also, dass ich erst vor kurzem zwei Bücher gelesen habe, die mich nachhaltig beeindruckt haben. Das erste davon, ist Der Pfau von Isabel Bogdan. Hierbei handelt es sich eindeutig um leichte Lektüre, aber das Buch hat dennoch einen ganz eigenen Charme und ist definitiv mal etwas anderes.

Worum geht es in Der Pfau?

Einer der Pfauen war verrückt geworden!

Ich stehe ja auf gute erste Sätze und dieser hier gehört definitiv dazu. Er schmeißt einen mitten in die Geschichte und lässt schon etwas von dem herrlich trockenen Schreibstil erahnen. Die Geschichte spielt sich auf einem Landsitz in Schottland ab. Dort vermieten Lord und Lady McIntosh ihre Cottages und Teile ihres Herrenhauses an Urlauber. Die Anlage ist leicht renovierungsbedürftig, aber hat trotzdem Charme. Neben einem Hund und einer Gans halten die beiden außerdem ein paar Pfauen – und einer davon hat die Eigenschaft entwickelt, blaue Gegenstände anzugreifen. Als die Chefin einer Gruppe von Investmentbankern mit einem blauen Wagen anreist, droht das zum Problem zu werden. Doch der Versuch des Lords dieses Problem zu lösen, setzt ein paar Ereignisse in Gang, die das Teambuilding-Wochenende der Banker anders verlaufen lassen als geplant.

Der Pfau

Warum hat mir Der Pfau so gut gefallen?

Isabel Bogdan hat einen ganz eigenen Schreibstil. Dass es keine wörtliche Rede gibt, hat mich zunächst etwas verwirrt, am Ende hat mir dieser Stil jedoch sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es auf eine ganz eigene Art uns die verschiedenen Charaktere näher zu bringen. Neben der fehlenden wörtlichen Rede ist auch die Tatsache, dass es keinen festen Protagonisten gibt, etwas Besonderes an diesem Buch. Aus der dritten Person bekommt der Leser die Gedanken aller vorkommenden Personen – und selbst die des Hundes – zur jeweils passenden Zeit mit. So lernt man das soziale Gefüge besser kennen. Es ist interessant zu beobachten, wer was weiß und warum er sich daher auf eine ganz bestimmte Weise verhält. Die Geschichte ist kurzweilig und unaufgeregt, aber trotzdem sehr ehrlich und in erster Linie wahnsinnig humorvoll. Damit ist es das perfekte Buch für zwischendurch, das man trotzdem irgendwie in Erinnerung behält.

Related Post

Ein Kommentar bei „Rezension: Der Pfau von Isabel Bogdan“

  1. Das hört sich ja nach einem tollen Buch an, vielen Dank für die schöne Vorstellung!

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

Schreibe einen Kommentar