10 Tipps für einen erfolgreichen Flohmarkt-Stand

Erfolgreich auf dem Flohmarkt verkaufen

Letzten Sonntag habe ich auf einem Flohmarkt verkauft. Das letzte Mal, dass ich das getan habe, ist schon einige Jahre her – und ich war damals nicht unbedingt erfolgreich. Bevor ich dieses Jahr zusammen mit meiner Mutter losgezogen bin, habe ich mir daher einige Gedanken gemacht, die sich anscheinend auch gelohnt haben, denn mit unseren Einnahmen bin ich sehr zufrieden. Obwohl ich noch keine erfahrene Flohmarkt-Verkäuferin bin, möchte ich heute meine Tipps für einen erfolgreichen Flohmarkt-Stand mit euch teilen.

#1 Richtig aussortieren

Nicht alle Klamotten, die sich in den hintersten Ecken eurer Kleiderschränke verbergen, sind flohmarkttauglich. Der Lieblingspulli von vor fünf Jahren, der damals jeden zweiten Tag getragen wurde, ist heute vermutlich ausgeleiert und verwaschen und wird niemandem mehr gefallen. Achtet daher darauf, dass ihr auf eurem Flohmarkt-Stand nur Kleidungsstücke in gutem Zustand anbietet. Desweiteren solltet ihr beim ausmisten auf folgende Dinge achten:

  • guter Zustand der Kleidung
  • abwechslungsreiche Mode (fragt doch auch mal die Omi, ob sie noch etwas zu verkaufen hat)
  • Markenteile verkaufen sich immer besser
  • Schmuck, Taschen und Tücher, die nicht anprobiert werden müssen, gehen schnell weg

Natürlich könnt ihr auch eure H&M Klamotten super auf dem Flohmarkt verkaufen, doch wenn ein paar echte Schätze auf eurem Tisch liegen oder an eurer Stange hängen, wirken auch die 0815-Teile gleich viel interessanter. Unserer Flohmarkt-Stand bestand aus einer wilden Mischung aus No-Name-Teilen, Vintage-Teilen aus dem Schrank meiner Oma und meiner Mutter, Markenteilen und Teilen aus recht aktuellen Kollektionen. Einen Post zum Kleiderschrank ausmisten, gab es auf Written In Red Letters übrigens auch schon. 

#2 Den richtigen Flohmarkt aussuchen

Auch bei der Auswahl des Flohmarkts solltet ihr kritisch sein. Ich habe auf dem KlimBim in Dortmund verkauft und war von der Organisation dort sehr begeistert. Für gute Flohmärkte müsst ihr euch für gewöhnlich schon sehr früh anmelden, denn die Plätze sind begehrt. Auch von den Kosten solltet ihr euch nicht abschrecken lassen. Die rund 30 Euro Standgebühr, hatten wir schnell wieder drin. Dieser Flohmarkt hat außerdem Eintritt gekostet, was meiner Meinung nach schon mal für etwas spendablere Kundschaft sorgt. Auf dem letzten Flohmarkt, auf dem ich verkauft habe, wollten die Leute mir teilweise nicht mehr als 50 Cent für Teile geben, die ich für 5 Euro verkaufen wollte.

#3 Nicht auf die Kleiderstange verzichten

Bei einem guten Flohmarkt wird euch der Tisch meist gestellt, die Kleiderstange müsst ihr allerdings selbst mitbringen und oft auch noch eine extra Platzgebühr dafür zahlen. Meiner Erfahrung nach kann ich jedoch sagen, dass sich das absolut lohnt. An der Kleiderstange kommen eure Klamotten viel besser zur Geltung. Gerade Blusen und Kleider knittern dort nicht und sind viel besser zu erkennen. Auf dem Tisch ist es uns immer wieder passiert, dass Leute einzelne Teile gesehen, auseinander genommen und dann direkt wieder zusammengefaltet haben, weil sie ihren Vorstellungen nicht entsprachen.

#4 Eye-Catcher Teile nach vorne

Die Teile auf der Kleiderstange fallen außerdem schon von Weitem auf. Damit den Leuten euer Stand direkt ins Auge springt und sie gezielt zu euch kommen, solltet ihr vorne und hinten jeweils ein Eye-Catcher-Teil hängen haben. Dieses sollte folgende Eigenschaften besitzen:

  • Eine möglichst breite Masse ansprechen
  • Einen aktuellen Trend aufgreifen
  • Durch Farbe oder Schnitt hervorstechen

#5 Den Flohmarkt-Stand immer ordentlich halten

Bevor ich selber auf dem Flohmarkt verkauft habe, habe ich auch viele Flohmärkte besucht, um schon mal zu schauen, was mir dort an Ständen gefällt und was mich eher abschreckt. Dabei ist mir aufgefallen, das mir vor allem eines wichtig ist: Die Ordnung eines Flohmarkt-Stands. Ich mag es nicht, das Gefühl zu haben, mich durch irgendwelchen Ramsch zu wühlen. Deshalb habe ich schon beim Aufbau unseres Standes darauf geachtet, dass alles ordentlich gefaltet auf dem Tisch liegt und auch an der Stange alles richtig hängt. Im Laufe des Tages kommt es dann natürlich immer wieder vor, dass Leute Dinge verwühlen oder runterschmeißen. Diese solltet ihr sofort wieder richten, schließlich sollen die Besucher, die später kommen nicht das Gefühl haben, nur die letzten Reste abzubekommen, durch die sich vorher schon 1000 Leute gewühlt haben.

10 Tipps für einen erfolgreichen Flohmarkt-Stand

#6 Die perfekten Preise wählen

Wenn es sich nicht um ein wirklich hochwertiges Teil gehandelt hat, dann habe ich versucht, alles unter 10 Euro anzubieten. Meine Standardpreise waren 3 oder 4 Euro für No-Name Shirts, Blusen und Pullis und 5 bis 8 Euro für No-Name Kleider und Hosen. Das sind Preise, bei denen die meisten Leuten nicht lange nachdenken und auch mal ein Teil mitnehmen, von dem sie sich nicht sicher sind, ob es passt oder nicht. Erstaunlicherweise handeln übrigens auch die wenigsten Leute, sodass ihr meistens den Preis bekommt, den ihr auch vorschlagt. Extra teuer anzusetzen, um sich dann runterhandeln zu lassen, würde ich also nicht empfehlen.

#7 Die 1 Euro Grabbelkiste

Meine Mutter und ich hatten erst überlegt, Preisschilder zu machen, haben uns dann aber dagegen entschieden, weil es das bei kaum einem Stand gab. Lediglich auf unsere Grabbelkiste – oder eher auf unseren Grabbelkorb – haben wir geschrieben, das dort drinnen alles zwischen 50 Cent und 1 Euro kostet. Ich habe zwar gesagt, dass Ordnung mir bei einem Flohmarktstand wichtig ist, aber bei besonderen Schnäppchen erlebt man ja auch in Geschäften die berühmten Grabbeltische. Außerdem ist auf dem Tisch und an der Stange einfach nicht Platz für alles und so muss man Teile wie schlichte Tops und Tücher nicht noch zwischen die anderen Teile quetschen.

Flohmarkt Grabbelkiste

#8 Den Flohmarkt-Stand dekorieren

Das habe ich selbst leider nicht gemacht, habe es aber bei einigen anderen Ständen gesehen und fand es eine tolle Idee. Bei der Verkäuferin uns gegenüber konnte ich außerdem beobachten, dass die freundliche Deko aus Lichterkette und Letter-Schild zu funktionieren schien. Das nächste mal werde ich mir auch ein paar kleine Verziermöglichkeiten für meinen Stand ausdenken.

#9 Ein freundlicher Verkäufer sein

Auch das eigene Verhalten wirkt sich in gewisser Weise auf den Erfolg aus. Grundsätzlich sollte man versuchen, die Leute anzulächeln. Allerdings sollte man ihnen auch nicht das Gefühl geben, sie beim Stöbern zu beobachten. Das verunsichert mich auf Flohmärkten zumindest immer sehr. Wenn jemand etwas anprobieren möchte, sollte man das außerdem erlauben und auch sonst auf alle Fragen freundlich eingehen und hilfreiche Tipps geben.

#10 Geduld haben

Diesen Punkt hat meine Mutter zum Ende hin nicht so ganz beachtet. Da sie noch eine weite Fahrt vor sich hatte und in der letzten Stunde ohnehin kaum noch etwas los war, hat sie schon mal langsam angefangen, abzubauen. In diesem Fall verständlich, grundsätzlich würde ich aber davon abraten, denn das verschreckt die wenigen Besucher, die zu dieser Zeit noch dort sind natürlich. Auch sonst sollte man sich keinen Stress machen, wenn es zwischendurch mal eine Flaute gibt, in der nur wenige Besucher zum Stand kommen. Ich hatte das Gefühl, dass es immer mal wieder Phasen gab, in denen besonders viele Leute auf einmal kamen und dann wieder welche, in denen so gut wie niemand da war. Ich schätze mal, das ist ganz normal.

Flohmarkt-Stand

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9 Replies to “10 Tipps für einen erfolgreichen Flohmarkt-Stand”

  1. Sehr schöne Tipps 🙂
    Ich habe bisher noch nie auf einem Flohmarkt verkauft, war aber schon das ein oder andere Mal auf einem stöbern. Als Besucher sind mir diese Dinge auch sehr wichtig, vor allem Ordnung und Freundlichkeit ziehen mich als Käufer dann doch an.
    Liebe Grüße,
    Leni 🙂
    http://www.sinnessuche.de

  2. Deine Tipps sind wirklich super! Ich überlege ja auch schon länger einfach mal richtig auszusortieren und auf einem Flohmarkt zu verkaufen. Für diese ganzen Online-Geschichten bin ich nämlich einfach zu faul. Davon abgesehen macht es Offline auch sicher viel Spaß seine Sachen in neue Hände zu geben.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  3. Wirklich tolle Tipps hast du da zusammengefasst. Ich schaue auch gerne mal bei den 1 Euro Kisten hinein, denn dort habe ich schon einige Shirts für meine Kids gefunden, die sie sehr gerne tragen. 😉

  4. Schöne Tipps und auf die Kleiderstange verzichte ich auch nie. Deine Preise sind bei uns allerdings utopisch. Hier bekommt man für einen Markenartikel nicht einmal 5 Euro.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

    1. Echt? Verrückt wie unterschiedlich das je nach Flohmarkt ist. Hier haben die Leute uns sogar noch gefragt, warum wir die Sachen denn so günstig verkaufen. 😀

  5. eine kleiderstange finde ich auch super zum präsentieren. der letzte flohmarkt den ich besucht habe war der mädchenflohmarkt in mannheim letztes jahr aber da waren auch einige zauberhafte stände dabei.

    liebe grüße
    dahi von Strangeness and Charms

  6. Das sind tolle Tipps! Ich wollte auch schon mal auf einem Flohmarkt verkaufen. Es ergab sich dann aber doch nicht. Jetzt steht wieder Kleiderschrank ausmisten an. Vielleicht probiere ich es doch mal aus.

    Liebe Grüße,
    Diana

  7. Die Tipps sind super! Ich wollte demnächst mal einen Flohmarkt starten und hab jetzt schon Panik, dass ich zu wenig verkaufe und es sich nicht lohnt! Ich höre immer so gemischtes..

    Liebe Grüße,
    Malin |Spark&Bark

  8. Deine Tipps sind wirklich gut! Ich habe das auch schon 3x gemacht.

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