Wie nachhaltig ist Monki Cares wirklich?

Große Modelabel im Nachhaltigkeits-Check – Teil 2

In einem meiner letzten Posts habe ich bereits recherchiert, wie nachhaltig die berühmte Conscious Kollektion von H&M eigentlich wirklich ist. Im heutigen Post soll es um das Projekt Monki Cares gehen. Monki gehört übrigens auch zur H&M-Gruppe. Das Label bietet seit 2017 immer mehr Kleidungsstücke aus nachhaltiger Biobaumwolle an. Seit letztem Herbst werden laut Monki alle Baumwollprodukte aus nachhaltiger Produktion bezogen.

Da ich im Frühjahr auf der Suche nach einer neuen Mom-Jeans war, wollte ich die Organic Jeans des Labels also einmal testen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten (ich trage normalerweise Jeansgröße 28, das erste Modell, das ich in dieser Größe anprobiert habe, habe ich nicht mal zubekommen – die Jeans, die ich jetzt gekauft habe, habe ich hingegen in 27 mitgenommen) habe ich auch tatsächlich meine Traum-Jeans gefunden. Zumindest vom Look und der Qualität her überzeugt die Hose mich komplett. Doch wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus?

Was ist Monki Cares?

Bevor ich für diesen Artikel recherchiert habe, dachte ich, Monki würde sich im Bereich Nachhaltigkeit vor allem auf die Jeans aus Biobaumwolle spezialisieren. Tatsächlich ist das Projekt aber nicht auf Jeans reduziert und neben nachhaltig angebauten Materialien, werden auch viele recycelte Stoffe genutzt. Das Label nimmt außerdem wie auch das Schwesterlabel H&M alte Kleidung an, um diese zu recyclen und gibt den Kunden Tipps zur Pflege der Kleidung, um die Lebenszeit zu verlängern. Monki ist unter anderem Mitglied der Better Cotton Initiative, die Farmer beim nachhaltigen Anbau von Baumwolle unterstützt.

Monki mit „Cares“ auf dem richtigen Weg

Die Kritik, die man Monki Cares entgegenbringen könnte, ist ähnlich wie die, die ich bereits im H&M Conscious Post erwähnt habe. Schließlich gehören beide Marken zum selben Mutterkonzern. Über die genauen Produktionsbedingungen bei Monki habe ich leider nichts gefunden. Auf der Monki Website heißt es unter anderem, dass das Unternehmen sich für faire Löhne in den Produktionsländern einsetzt und versucht darauf zu achten, dass die Arbeiter in den Fabriken von Gewerkschaften repräsentiert werden. Allerdings setzt die H&M-Gruppe hier auf Selbstverpflichtungen und wie Reports zeigen, ist die Einhaltung der Ziele nicht immer gewährt. Dennoch muss hier positiv erwähnt werden, dass die H&M-Gruppe sehr transparent ist, wenn es um die Produktionsbedingungen der Kleidung ist. Das ist in der Branche keineswegs selbstverständlich.

Positiv zu erwähnen sind auch die gesetzten Nachhatligskeits-Ziele des Konzerns. Unter anderem möchte H&M bis 2040 komplett CO²-neutral werden. Mehr zu den Zielen könnt ihr in meinem Post zur Conscious-Kollektion lesen oder ihr schaut einfach mal auf der Webseite des Unternehmens vorbei.

Quellen:

https://www.monki.com/we-are-monki/monki-cares/production/

https://rankabrand.de/casual/Monki

https://blonde.de/archiv/fashion-archiv/monki-cares-mehr-nachhaltigkeit-bitte

https://fashionunited.de/nachrichten/mode/monki-startet-oeko-linie-monki-cares/2017042722167

https://www.textilmitteilungen.de/news-handel-handel/monki-bezieht-zu-100-prozent-nachhaltige-baumwolle

https://www.ethicaltrade.org/resources/review-hm-groups-roadmap-to-fair-living-wage

https://www.greenpeace.de/kampagnen/detox

https://sustainability.hm.com/

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