Ein Wochenende in Venedig

Mit ungefähr dreizehn Jahren habe ich Cornelia Funkes „Der Herr der Diebe“ gelesen und mich in die dort beschriebene Stadt verliebt. Das ist mittlerweile zehn Jahre her und als wir im Mai nach Venedig gefahren sind, konnte ich mich kaum noch an Details aus dem Buch erinnern. Ich hatte nur eins in meinem Kopf abgespeichert: Venedig ist schön und märchenhaft. Und was soll ich sagen? Das stimmt!
Da wir mit dem Auto angereist sind, haben wir uns über AirBnB eine Unterkunft etwas außerhalb der Stadt gesucht und sind jeden Morgen mit der Fähre nach Venedig gefahren. Der klare Vorteil an unserer Unterkunft außerhalb der venezianischen Bucht war die Strandnähe. Den letzten Tag konnten wir entspannt am Meer verbringen. Die anderen beiden Tage unseres Kurztrips haben wir komplett in Venedig verbracht. Da wir keine Museen besucht haben, haben die beiden Tage für mich ehrlich gesagt vollkommen gereicht, um mir ein Bild zu machen und einen ersten Eindruck zu gewinnen. Gerne wäre ich allerdings noch länger dortgeblieben, weil mir die Stadt so gut gefallen hat.

Das Einzigartige an Venedig

Ich wusste zwar, dass es in Venedig viele Kanäle, Gondeln und Boote gibt, aber dass man hier völlig auf Autos verzichtet, war mir gar nicht so richtig bewusst. Doch so ist es! Alles funktioniert über den Wasserverkehr: Post und Pakete werden ausgeliefert, Taxis und der öffentliche Nahverkehr verlaufen komplett auf dem Wasser, selbst die Polizei und Krankenwagen sind mit dem Boot unterwegs. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, denn wie ich bereits in meinem Rom Travel Diary berichtet habe, finde ich zu starken, lauten Verkehr sehr unangenehm.

Das Zentrum von Venedig rund um Attraktionen wie den Markus-Platz oder die Rialto-Brücke ist sehr touristisch und dementsprechend voll. Überall in den kleinen Gassen gibt es Souvenir-Läden, Imbisse und Eisdielen. Wenn man etwas weiter außerhalb unterwegs ist, wird Venedig allerdings richtig entspannt und ruhig. Teilweise ist man in den kleinen Gassen komplett allein. Es ist eine tolle Stadt, um einfach rumzuschlendern und den Tag zu genießen oder am Kanal zu sitzen und die Füße von einem Steg baumeln zu lassen. 

Der Aufbau von Venedig

Venedig liegt in einer Bucht und ist sozusagen eine kleine Insel, die voll von Kanälen ist. Zentrum ist der Grand Canal, der sich durch die komplette Stadt schlängelt. Hier sind wir oft mit dem Wasserbus langefahren und an den verschiedensten Stationen ausgestiegen. Vom Kanal aus erreicht man alle Orte in wenigen Gehminuten.

Der Aufbau der Stadt hat mich wirklich fasziniert. Eine Stadt die komplett auf dem Wasser erbaut ist, sieht man schließlich selten. Natürlich bringt das auch seine Probleme mit sich, denn Venedig hat bereits mit Verfall durch Hochwässer zu tun. Viele der Gebäude sind renovierungsbedürftig, aber die abblätternde bunte Farbe hat eindeutig ihren Charme. Man hat das Gefühl in einer anderen Zeit zu sein, denn in Venedig gibt es keine bzw. kaum moderne Bauten. Wer sich nach einer kleinen Zeitreise, viel Wasser und wenig Verkehr sehnt, der ist in Venedig definitiv richtig!

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5 Replies to “Ein Wochenende in Venedig”

  1. Ich habe mich einfach so in Venedig verliebt – die Stadt ist ein Traum und du hast wirklich tolle Bilder aufgenommen. Möchte sofort wieder zurück 🙂
    Brini

  2. Venedig steht auf jeden Fall ganz oben auf meiner Urlaubswunschliste, leider schrecken mich die Tourimassen ab 🙁
    Wundervolle Bilder, die du uns da mitgebracht hast!

    Liebst, Colli
    tobeyoutiful

  3. Wirklich sehr schöne Bilder! Ich liebe Venedig und war schon viel zu lange nicht mehr dort <3
    Liebe Grüße, Blonde bunana

  4. Hi 🙂
    Ich liebe solche Post total und auch allgemein dein Blog.
    Hast auf jeden Fall eine neue Leserin
    Liebe Grüße ♥
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  5. Ich war schon mehrmals in Venedig und man kann sich nie dran satt sehen. Es ist eine traumhaft schöne Stadt wo ich immer wieder gerne zurück komme.

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