Fit werden?

Ich muss euch heute ein Geständnis machen: Ich bin ein Sportmuffel. Als Kind habe ich gefühlte 50.000 Sportarten ausprobiert und es war nie das Richtige für mich dabei. Da gab es Ballet, Tennis, Leichtathletik und Karate. Alles habe ich nach einer Weile wieder aufgegeben. So richtig gut war ich in keiner dieser Disziplinen.
Bis vor ein paar Monaten war es dann so, dass ich gar keinen Sport gemacht habe. Im Dezember habe ich es aber doch noch mal gewagt mich im Fitnessstudio anzumelden, mit dem Ziel mindestens zweimal pro Woche auch tatsächlich hinzugehen. Ich war nämlich auch vorher schon mehrmals in diversen Fitnessstudios angemeldet. Mit dem Resultat, dass ich froh sein konnte, wenn ich überhaupt einmal in der Woche hingegangen bin.
Dieses Mal sollte es jedoch anders laufen. Ich war fest entschlossen, meinen inneren Schweinehund zu überwinden. Und man mag es kaum glauben, aber bis auf ein paar Ausnahmen hat das mit dem regelmäßig zum Sport gehen bis jetzt tatsächlich ganz gut geklappt. Ich hoffe, dass ich es auch weiter durchhalten werde, aber ich bin einfach mal optimistisch.
Die Frage, die sich mir jetzt aber stellt, ist: Was ist dieses Mal eigentlich anders? Warum schaffe ich es plötzlich, mich zum Sport zu überwinden?Ich habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht und stelle heute für euch die 5 wichtigsten Motivatoren für mich zusammen. Ich denke, das könnte einigen Sportmuffeln helfen. Denn mal ehrlich, wenn ich es schaffen kann, dann kann es jeder schaffen.

 1. Zusammen ist es schöner als allein!
Versteht mich nicht falsch. Ihr solltet auf keinen Fall zum Sport gehen, weil andere das auch machen. Die einzige Person, der ihr etwas schuldig seid, seid ihr selbst. Geht, weil ihr es wollt! Ich meine auch nicht, dass ihr Sport in der Gruppe machen oder euch mit anderen vergleichen sollt. Das ist nämlich zumindest für mich immer ziemlich frustrierend. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es hilft, jemanden zu haben, mit dem man zusammen zum Sport gehen kann. Wenn man eine gemeinsame Verabredung hat, dann kann man nicht einfach im letzten Moment absagen. So habe ich es nämlich oft gemacht, als ich ganz alleine gegangen bin. Gerade am Anfang hilft ein Trainingspartner, den Sport in den eigenen Alltag zu integrieren. Mittlerweile gehe ich wieder alleine, weil ich mich daran gewöhnt habe Sport zu machen, aber ich weiß nicht, ob ich das von Anfang an geschafft hätte.
2. Was will ich mit Sport eigentlich erreichen?
Bis jetzt war Sport für mich vor allem eines: Ein Mittel zum Abnehmen! Ein notwendiges Übel, dass man auf sich nehmen muss, wenn man seine Traumfigur erreichen möchte. Sport und Spaß waren für mich zwei Begriffe, die Welten auseinander lagen. Eine gute Figur alleine konnte mich jedoch nicht motivieren. So dick finde ich mich nämlich gar nicht. Mein Selbstbild ändert sich ständig, mal bin ich mit meiner Figur vollkommen zufrieden, mal würde ich am liebsten alles daran ändern. Klar, ein guter Körper ist immer noch eines meiner Ziele. Ein bisschen weniger Hüftspeck und etwas definiertere Arme sind meine Hauptbaustellen. Aber alleine dafür würde ich den Sport nicht „auf mich nehmen“. Ich habe erkannt, dass es mir vor allem wichtig ist mich gut zu fühlen. Das ist etwas, dass ich erst entdeckt habe, als ich mit dem Training angefangen habe. Wenn ich vom Sport komme, fühle ich mich frisch und entspannt. Ich bin froh etwas geschafft haben. Ich mag es außerdem zu sehen, wie sich meine Fähigkeiten verändern. Als ich im Dezember angefangen habe, konnte ich keine einzige Liegestütze machen! Mittlerweile sind es drei. Nicht viel, aber es ist dennoch eine Veränderung. Und das ist es was mich antreibt: Veränderung! Ich will mehr Kontrolle über meinen Körper haben, mehr Möglichkeiten haben meine eigene Kraft einzusetzen.

3. Abwechslung ist gut!
Eines meiner größten Probleme war, dass ich Sport langweilig fand. Viele Leute sagen, sie gehen gerne Joggen um ihren Kopf frei zu bekommen, aber ich selbst habe immer das Gefühl, dass ich meine Gedanken mit irgendetwas beschäftigen muss. Beim Sport ist das eher schwierig. Viel mehr als Musik hören kann man nicht tun. Obwohl ich festgestellt habe, dass die Zeit auf dem Crosstrainer viel schneller vergeht, wen ich dabei Candy Crush spiele. Nur so als Tipp nebenbei. Was mir aber vor allem geholfen hat, ist es verschiedene Sportarten zu machen. So denke ich mir nach einer halben Stunde auf dem Laufband nicht: Na toll morgen wieder das Gleiche, sondern kann mich auf etwas anderes freuen. Mein Trainingsplan sieht momentan so aus:
4. Wie lange wollt ihr Sport machen?
Bevor ich zum Sport gehe, nehme ich mir genau vor, wie lange ich was machen möchte. Beim Yoga versteht sich das von selbst: Der Kurs geht eine Stunde lang und die Kursleiterin gibt vor, was gemacht wird. Im Fitnessstudio und beim Schwimmen hilft es mir jedoch sehr, ein festes Ziel zu haben, dass ich erreichen möchte. So nehme ich mir zum Beispiel vor, mindestens eine Stunde im Fitnessstudio zu bleiben und davon eine halbe Stunde Ausdauer- und die andere halbe Stunde Krafttraining zu machen. Beim Schwimmen nehme ich mir vor, eine halbe Stunde lang ohne Pause zu schwimmen. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich meistens brustschwimme und relativ langsam bin, ich denke sonst wäre das recht schwer durchzuhalten. Meine Ziele habe ich mir selbst gesetzt. Ich bin kein Fitnessexperte und kann nicht sagen, ob das alles so richtig ist. Ich weiß nur, dass ich mich wohl damit fühle.

5. Sport ist schöner, wenn man sich dabei schön fühlt!
Im Moment scheint der Fitnesstrend zu boomen. Bei H&M und Co gibt es eine riesige Auswahl an Sportkleidung, Trinkflaschen und sonstigem Trainingszubehör. Kein schlechter Trend, wenn ihr mich fragt! Ich habe nämlich festgestellt, dass es mir viel mehr Spaß macht ins Fitnessstudio zu gehen, wenn ich dabei meine neue farblich aufeinander abgestimmte Sportkleidung trage. Damit fühle ich mich fast schon so fit wie ich gerne wäre. In meiner alten Sportkleidung (ausgeleierte T-Shirts und alte Leggins) kam ich mir immer eher gammlig als sportlich vor. Man hätte nicht so richtig sagen können, ob ich gerade zum Sport gehen oder es mir doch eher mit einer Tüte Chips auf dem Sofa bequem machen will. Mit der neuen Sportkleidung ist das nicht mehr so. Darin fühle ich mich schön und denke mir, es wäre viel zu schade, sie nicht ins Fitnessstudio auszuführen. 

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4 Kommentare

  1. da hast du aber ein ziemlich volles programm ! 🙂
    die sporthose ist schön
    http://curllover.blogspot.de/

  2. ein guter post.
    es ist wirklich so, am anfang war sport für mich nur ein mittel zum zweck . inzwischen habe ich ihn fest in meinen alltag eingebunden und gehe einfach sportlen um mal runterzukommen. wenn man es als "pflicht" ansieht macht es irgendwann keinen spaß mehr

    liebe grüße anni h2o2
    Hydrogenperoxid Lifestyle Blog

  3. Hört sich mehr an, als es ist. Ich mache ja schließlich jeden Tag nur ein bisschen Sport und nie wirklich viel.

  4. Danke 🙂 Ich will es auch schaffen, den Sport als festen Bestandteil meines Alltags zu sehen. Noch muss ich mich immer ein bisschen überwinden.

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